Informationen zu Essstörungen:

Gravierender Gewichtsverlust bis hin zur lebensbedrohlichen Unterernährung sind Bezeichnung für die Magersucht (Anorexia nervosa).
Strenge Reduktion der Kalorienaufnahme und Hyperaktivität, beharrliches Streben, dünner zu werden und fortwährende Beschäftigung mit dem Thema Essen.
Es kommt ebenfalls zu einer somatischen Begleitsymptomatik wie z.B. Hypothermie (unternormale Körperwärme), Hypotonie (Niedriger Blutdruck), Bradykardie, Flaumhaarbildungen sowie Ödemen und weiteren endokrinen Veränderungen. Bei fast allen Patienten bleibt die Regelblutung aus (Amenorrhoe).
Weitere Merkmale:Der Hunger wird verleugnet. Der Körper wird verzerrt wahrgenommen (Körperschemastörung).

Bei der Bulimia nervosa hingegen finden wir ein wiederholtes Auftreten von Essanfällen, in der übrigen Zeit halten diese Patienten meist strenge Diät, essen nur kalorienarme Kost. Im Hintergrund steht ein sehr niedriges Selbstwertgefühl und oft depressive Symptome, begleitet von Gefühlen der Wertlosigkeit und auch Suizidgedanken.

Therapie

Bei Anorexia nervosa wird eine möglichst rasche Gewichtszunahme (ca. 1 kg/pro Woche) sowie eine Modifikation des Essverhaltens angestrebt. Bei einem Bodymassindex BMI von weniger als 14 ist eine stationäre Therapie meist erforderlich.
Allgemein dienen operante Methoden bei Gewichtszunahme und Verträge bei ambulanten Therapien als Behandlungsgrundlage.
Bei Bulimia nervosa wird in der ambulanten Therapie meist mit Essprotokollen gearbeitet, um die Entstehung des Fressanfalles zu verdeutlichen und aufrechterhaltende Bedingungen aufzuzeigen.

Rosa Hatz
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