Informationen zum Sexuellen Missbrauch:

Erscheinungsbild
(nach Margraf 1996)

Sexueller Missbrauch wird im ICD-10 auch als Posttraumatische Belastungsstörung definiert. Die modernen Klassifikationssysteme verstehen unter einer posttraumatischen Belastungsstörung eine lang anhaltende Störung infolge eines massiv belastenden Ereignisses, das typischerweise ausserhalb des Rahmens der normalen menschlichen Erfahrung liegt (z.B.Vergewaltigung, andere Gewaltverbrechen, Katastrophen).

Mögliche Folgen

Typische Symptome (Mindestdauer 1 Monat) sind neben starker Furcht und Vermeidung von Reizen, die mit dem Trauma zusammenhängen, v.a. das häufige und intensive Wiederdurchleben (Alpträume, Tagträume) des Traumas, emotionale Taubheit (Abstumpfung) und gleichzeitig erhöhte Erregung. Damit wurde formal anerkannt, dass eine überwältigende Belastung katastrophalen Ausmasses bei vielen Menschen, unabhängig von ihrer individuellen Lebensgeschichte, zu einer psychischen Störung führen kann und dass die Reaktion auf ein derartiges Ereignis unterschieden werden muss von anderen psychischen Störungen.

Zu den charakteristischen Symptomen gehören:
· Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
· Die Unfähigkeit, sich zu entspannen
· Schlafstörungen
· Schreckhaftigkeit
· Erregbarkeit
· Angst
· Depression und
· v.a. psychische Erstarrung

Therapie

In der Therapie geht es um Reduktion der oben genannten Symptome. Dies kann durch verschiedene Methoden erzielt werden und sollte individuell angepasst werden:
· Konfrontationstherapie in vivo und in sensu
· Kognitive Verfahren
· Systematische Desensibilisierung
· Augenbewegungsdesensibilisierung
· Angstmanagementtraining
· Biofeedback in der klinischen Praxis

Rosa Hatz
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